19.04.2018

Frühlings-Dienstreise

Ein beruflicher Termin in Kaiserslautern bot eine schöne Gelegenheit, mit dem Motorrad anzureisen: Es war nah genug, um auf der Landstraße nicht zu viel Zeit zu verlieren, und weit genug, dass es sich auch lohnte. Und hübsche Ausblicke gab es zudem, wie hier in der Nordpfalz. Nach insgesamt gut 400 Kilometer reichte es mir dann aber. Muss wohl erst wieder Langstrecken fahren trainieren.

11.04.2018

08.04.2018

Black Beauties

Endlich ist wieder kein Platz mehr in der Garage! Der Verkauf der SR 500 und kurz darauf der Honda SLR im letzten Jahr hatte weit mehr als eine räumliche Leere hinterlassen (die selbst ja eher von Vorteil war). Denn weder die emotionslose Honda noch die wilde Buell können etwas, das eben nur ein sparsam motorisierter, altmodischer Einzylinder schafft: gemütlich und ohne Tempozwang durch die Gegend schnuffeln, kleine und kleinste Straße suchen und dabei niemanden stören. All das schaffte die SR vortrefflich, aber die Enfield kann das noch etwas besser, finde ich - dank ihres Lanz-Bulldog-haften Klangs und ihres noch einmal altmodischeren Aussehens.
Wer nun denkt, dass dieser Unterschied kaum den Verkauf einer gut erhaltenen SR und die Anschaffung einer mehr als doppelt so teuren indischen Neumaschine rechtfertigt, der hat durchaus Recht. Aber andererseits ist halt immer mal wieder Zeit für etwas Neues, und nicht zuletzt hat die Enfield einen gewichtigen Vorteil im Alltagsbetrieb auf ihrer Seite: den Elektrostarter.
Die ersten beiden Fahrten mit der Maschine zeigten, dass sie die ihr zugedachte Rolle souverän ausfüllen wird. Ein wenig muss ich mich noch an die Sitzposition mit den extrem weit vorn angebrachten Rasten gewöhnen - hier war die SR bequemer. Andererseit erinnert mich die Kackstuhlhaltung durchaus an eine andere Leerstelle in meinem Fuhrpark: an eine alte MZ.

Drei Langhuber
Zeit, sich mit den Gemeinsamkeiten in meinem nun wieder drei Motorräder umfassenden Fuhrpark zu beschäftigen. Nummer 1: Alle sind schwarz - die einzig mögliche Farbe für ein Motorrad. Wenn ich ehrlich bin, dann fand ich das Grau, das für die Bullet ebenfalls lieferbar ist, sogar hübscher, aber irgend ist es cool, drei schwarze Maschinen zu haben. Nummer 2: Trotz ihrer großen konzeptionellen Unterschiede sind alle drei Motoren Langhuber. 84 x 90 Millimeter hat die Enfield, 77 x 80 Millimeter die Honda und gewaltige 88,9 x 96,8 Millimeter die Buell. Das taugt mir einfach. Nummer 3: Alle haben nur eine Bremsscheibe vorn. Das ist auch selten geworden. Die Enfield bremst sogar ganz gut, auch wenn sich Beläge und Scheibe noch etwas aneinander gewöhnen müssen. Mal sehen, ob ich es jemals in den ABS-Regelbereich schaffe.
ABS, staunt ihr jetzt? Ja, die Bullet hat wirklich ABS, sonst wäre sie ja nicht mehr zulassungsfähig. Die Inder nehmen den europäischen Markt ernst und haben auch ihre Klassik-Baureihe nach EU 168/2013 homologiert. Dabei hätten sie sie auch auslaufen und allein auf die bald auf den Markt kommenden Zweizylindertypen vertrauen können. Aber das Selbstbewusstsein können sie sich mit einer Produktion von 666.500 Bikes im Geschäftsjahr 2016/2017 auch leisten.

P. S. Natürlich wollte ich hier ein Bild meiner Black Beauties posten, aber ich sehe gerade, dass ich mit dem Handy in der Garage nur unscharfen Schrott zustandegebracht habe. Liefere ich nach.

07.04.2018

Der indische Eintopf ist da!

Ich hatte es ja schon angedroht: Der Ras-mussen-Schreiber schafft sich eine Royal Enfield an. Heute habe ich sie abgeholt. Mehr Infos in Kürze!

21.03.2018

Frühlingsvorboten

Selbst in Würzburg liegt an diesem sogenannten Frühlingsbeginn noch Schnee. An Fahren ist bei eisigen Temperaturen und Salz auf den Straßen nicht zu denken. Aber trotzdem laufen die ersten Aktivitäten der Saison 2018 an. Am wichtigsten ist natürlich Isabelles Abschied von ihrer Yamaha MT-09. Nach ziemlich genau vier Jahren hat sie genug von ihrem wildgewordenen Mustang und tauscht ihn ein gegen eine Triumph Street Triple. Die MT ist nun weg, aber die Streetie soll erst Ende April geliefert werden. Vielleicht ist es ganz gut, dass noch Winter ist.
Und bei mir? Der Schmerz über den Verlust des Drittmotorrads war einfach zu stark. Etwas Kleines, Langsames, Klassisches und Einzylindriges musste unbedingt wieder her. Am besten ein schöner luftgekühlter und langhubiger Single. Einer, von dem ich schon seit langem träumte. Und dann ging es ganz schnell. Ich habe mir eine Royal Enfield gekauft.

09.02.2018

Gesehen: KTM Duke 790

Nach dem Gejammer über irgendwelche politischen und wirtschaftlichen Megatrends muss hier endlich mal wieder etwas über Motorräder hin. Also: Heute habe ich zum ersten Mal die neue KTM Duke 790 gesehen. Ich war überrascht, wie dezent das Design geworden ist. Vor allem von der Seite sieht man sehr wenig Plastik und sehr viel Motor. Nur der typische Insektenkopf-Scheinwerfer und der buckelige Tank stören mich. Fahren wird sich das filigrane Ding wahrscheinlich toll.

07.02.2018

Der Speck ist jetzt weg

Seit Jahren reden sie: Das Internet! Das Internet! Es macht die traditionellen Printmedien kaputt! Bislang habe ich davon noch nicht viel gesehen. Die meisten professionell gemachten Motorradhefte, die es vor zehn Jahren gab, sind auch heute noch da. Und das, obwohl Anzeigenumsätze und verkaufte Auflage bei allen deutlich zurückgegangen sein dürften. Offensichtlich war bei den Verlagen noch genug Speck auf den Rippen.
Aber jetzt hat es den ersten erwischt: Die "Fastbike", ein Magazin für Rennsport und Sportmotorräder, erscheint nicht mehr. Thematisch lag mir das Heft eher fern, aber ich mochte den Verleger sehr gerne, weil er ein sympathischer und blitzgescheiter Kerl war, dessen Horizont sehr viel weiter reichte als bis zu den Curbs. Ich würde mich freuen, wenn es für ihn in der Motorradbranche weiterginge.
Aber wie wird es weitergehen mit den Bike-Magazinen? Wie mir ein Geschäftsführer eines Verlags kürzlich sagte, ist der Speck in der Branche nun wirklich abgeschmolzen. Und zudem halten die Anzeigenkunden ihre Börsen noch enger zu als bisher schon. Bin gespannt, wem wir als nächstes Adieu sagen müssen.