18.05.2017

Fertsch*

Öl und Bremsflüssigkeit gewechselt, neue Zündkerzen drin, Ventilspiel eingestellt und selbstverständlich einen neuen Lenker montiert. Kann losgehen. Vogesen, wir kommen!
* Sächsisch für: Projekt wurde im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen.

17.05.2017

Zwei Tage in der Sonne

Freunde, ich sag's euch: Manchmal überrascht einen das Leben positiv. Bei mir ergaben sich diese Woche plötzlich zwei über die Maßen schöne Motorradtage, und das mitten im Arbeitsalltag. Perfekt!
Gestern beispielsweise hatte ich einen Termin in Mannheim, und da bot es sich an, quer durch den Odenwald auf Landstraße hinzufahren - erst recht, da ein hochattraktives Testmotorrad zur Verfügung stand: die BMW S 1000 R. Die östliche Häfte des Odenwalds (rechts der B 45) kenne ich sehr gut - sie ist dünn besiedelt und lässt sich schön fahren, es gibt aber nicht sehr viele wirklich kurvenreiche Strecken. Ganz anders sieht es auf der Westseite aus: Hier schlängeln sich echte Rennstrecken steil bergauf, auf denen man sich in einen Rausch fahren kann; gleichzeitig ist aber die Bevölkerungsdichte durch die nahe Rheinebene viel höher. Kilometerlange Straßendörfer versperren die freie Fahrt, und die meisten schönen Strecken sind am Wochenende für Motorradfahrer gesperrt oder anderen diskriminierenden Reglements unterworfen. Immerhin: Die berühmte Zotzenbacher Rennstrecke war offen, und ich hatte sie an diesem Tag für mich.

Auch wenn ich hier nicht behaupten will, die S 1000 nur ansatzweise konzeptgerecht genutzt zu haben, so hat sie hier mit ihren fantastischen Fahrwerk und dem enorm starken Motor doch sehr gut hingepasst. Navigiert habe ich mit dem Tomtom, und der bescherte mir folgendes lustige Erlebnis: Auf der Hinfahrt (ich hatte ja einen Termin) nutzte ich die Einstellung "schnelle Route" und brauchte eine halbe Stunde länger als auf der Rückfahrt, bei der ich "kurvenreiche Strecke" einstellte. "Einfach nur ankommen" ist eben nicht die wahre Stärke von Tomtom...
Heute schloss sich ein "echter" Motorradtermin an: Die Firma Goodyear Dunlop stellte den neuen Motorradreifen Dunlop Sportsmart 2 Max vor, und zwar vor meiner Haustür, im Spessart! War sehr lustig, meine Hausstrecken mal im Schlepptau eines engagiert fahrenden Tourguides zu erleben. So konnte ich mich auf die unterschiedlichen Motorräder konzentrieren, die Dunlop uns zum Testen hingestellt hatte: Als erstes lag mein Helm auf der KTM Duke - der "kleinen" Duke mit dem Einzylinder, natürlich. Ich kann mich zwar nur noch dunkel an meine Testfahrt mit der ersten "Nicht-mehr-Supermoto"-Duke erinnern, aber ich weiß noch, dass ich nicht sehr begeistert war. Heute änderte sich das: Der neue Motor kann nämlich nicht mehr nur sportlich, sondern er nimmt es auch klaglos hin, wenn es in der Gruppe mal etwas ruhiger vorangeht. Aber Attacke geht natürlich auch. Das Fahrwerk ist ein Gedicht, und trotz ihres Fahrradgewichts fühlt sich die Duke groß und solide und ernsthaft an.

Das wurde umso deutlicher, als ich auf die Suzuki SV 650 umstieg. Mehr will ich gar nicht sagen, Suzuki hat es schon schwer genug. Das Ding fährt ja nicht schlecht, aber ich frage mich, welche Kaufimpulse es gegenüber Maschinen wie der Kawa Z 650 (ex-ER) oder der Yamaha MT-07 setzen soll. Da ist gar nichts. Schwer enttäuscht war ich auch von der BMW F 800 GT. OK, es war die vollverkleidete Tourenvariante, aber auch die Kollegen, die die nackte R gefahren sind, sagten nichts anderes: eine langweilige Gurke mit schrecklichem Klang, deren Zeit einfach abgelaufen ist. Ganz anders die BMW R 1200 R mit dem wassergekühlten Boxer. Warm, weich, schwer und stark, fühlt man sich an die ... OK, ehe das hier zu sehr abdriftet, fahrt sie lieber selbst. Auch als BMW-Hasser!
Zwei Tage, fünf Motorräder, 600 Kilometer Traumasphalt im Sonnenschein: Arbeit kann so schön sein!

14.05.2017

Eis für alle, Hassberge für keinen

Eigentlich war heute eine etwas größere Tour in die Hassberge geplant, aber dunkle Wolken schreckten uns ab. Also fuhren wir durch das immer wieder schöne Tal der Fränkischen Saale und ließen uns in Karlstadt das unvermeidliche Eis schmecken. Die Hassberge kommen eben später dran.

01.05.2017

Das Ende einer Ära

Februar 2003: MuZ Skorpion Replica neu gekauft bei einem Händler in Kitzingen.

Die Seitenverkleidungen mussten sofort weg, die Kanzel sollte später folgen.

In den ersten Jahren war ich viel mit der Replica unterwegs, hier ging es zusammen mit J. auf Aprilia RS 250 in die Alpen. Eine tolle Motorradpaarung.

Ein seltenes Bild: Meine Replica zusammen mit ihrer Vorgängerin, meiner ersten Skorpion (1998 gekauft)

Urlaub 2005 in Sachsen, zusammen mit Isabelle auf Honda XBR.

Die erste Tuningmaßnahme: neuer Auspuff von SR Racing in Schrobenhausen.

Dann folgte der Umbau auf Naked Bike - "Café Racer" dürfte man auch sagen, denke ich.

Im Jahr 2007 ergänzte eine weitere Tour den Fuhrpark - hier gemeinsam unterwegs.

Die Replica in ihrer besten Form: nackt, schwarz lackiert und mit einem barbarisch starken Tuningmotor ergänzt. Ein Traum.

Leider zerstörte sich der Motor nach kurzer Zeit selbst. Zwar baute ich den Originalmotor wieder ein, doch so richtig viel gefahren bin ich danach nicht mehr mit ihr.

Und nach ein paar Jahren Dahindämmern im Kuhstall hat sie nun einen neuen Besitzer gefunden. So ist es sicher besser - für sie, für ihn und auch für mich. Lebe wohl. Du warst meine große Motorradliebe.

Sonne über Thüringen

Ein Motorrad ist auch nur ein Transportmittel. Darum sind mir Fahrten, auf denen ich etwas Konkretes zu erledigen habe, auch lieber als reine Spaßtouren rund um Würzburg. So wie an diesem Wochenende: Freund R. feierte in Thüringen seinen 50. Geburtstag, und vorher hatte ich noch etwas Geschäftliches bei meinen Eltern zu tun. Wie diese beiden Dinge zusammenhingen, erfährt ihr später. Die Reise war aber auch für sich betrachtet ein echtes Highlight: 600 Kilometer mit der NC durch schönste fränkische, sächsische und thüringische Hügellandschaft, und das endlich mal bei artgerechtem Motorradwetter, das war einfach großartig.

24.04.2017

Abendgruß

Motorradfahren ist besser als Sandmännchen schauen, meint der kleine Sozius. Recht so.

17.04.2017

Eiskalte Eier

Wer zu Ostern Motorrad fährt, ist selbst Schuld. Das sagte ich mir heute wieder, als ich bei sieben Grad und Starkregen von Landau nach Würzburg schwamm. Dabei schreiben wir schon Mitte April, und vor einer Woche zeigte das Thermometer 15 Grad mehr an. Aber was beschwere ich mich: Immerhin hat es im Odenwald nicht geschneit wie in manchen anderen Gegenden. 

14.04.2017

Das Neue im Bekannten

Nie hätte ich gedacht, dass ich heute einen so perfekten Motorradtag erleben würde. Das Wetter war viel besser als gedacht, und außerdem war ich zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wieder mit meinem Freund Martin unterwegs. Obwohl wir beide in Würzburg wohnen, haben wir es das ganze Jahr 2016 nicht ein einziges Mal geschafft, miteinander zu fahren.
Aber heute. Das Highlight war jedoch die Strecke: Dank Tomtom fuhren wir im eigentlich bekannten Dreieck Würzburg-Möckmühl-Niederstetten unfassbar schöne Kurvenstrecken ohne jeden Verkehr. Der Wahnsinn. Ich muss unbedingt wieder mehr mit dem Navi fahren. Wenn ich schon nicht weit weg komme, kann ich so trotzdem Neues entdecken.