05.01.2023

Was für ein Jahr

Es gibt viele Gründe, das gerade abgelaufene Jahr in schlechter Erinnerung zu behalten. Ich vermeide zwar auf dieser kleinen Seite üblicherweise politische Äußerungen (außer, wenn es um Verkehrspolitik geht), aber so viel will ich doch sagen: Wenn ein Land angegriffen und verheert wird, in das ich meine größte, längste und spektakulärste Motorradtour unternommen hatte, dann macht mich das sehr, sehr traurig.

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die der Krieg ausgelöst hat, nahm ich natürlich wahr, sie konnten mich jedoch nicht vom Motorradfahren abhalten. Ich bin dankbar, dass es mir und meiner Familie finanziell weiterhin so gut geht, dass ich mir dieses Hobby leisten kann. Ich hoffe, es bleibt so.

Wie zum Trotz gegen die niederschmetternden Weltläufte war das Motorradjahr 2022 das beste sein Langem. Das lag natürlich in erster Linie an der formidablen Frankreich-Tour mit meinen Brüdern. Sechs Tage purer Motorradspaß - ein unvergesslicher Trip! Aber auch die Fahrt nach Sachsen mit meinem Sohn oder die Tour mit der Enfield zum Glemseck 101 waren Highlights - ebenso wie die Pfalz-Reise mit der ganzen Familie. Im Ergebnis stehen nun folgende Zahlen auf den Kilometerzählern:

  • Triumph Bonneville: 7.812
  • Royal Enfield Bullet: 8.614

Das ergibt 5.564 Kilometer mit der Bonnie und ehrenhafte 1.170 mit der Enfield. Ich bin zufrieden.

Was ist sonst noch passiert? Aufmerksame Leser wissen vielleicht, dass sich seit zwei Jahren direkt vor meinem Garagentor umfangreiche Baumaßnahmen abspielen. Die neue Brücke und die daraus folgenden weiteren Umbauten sollten eigentlich Ende 2022 fertig sein - sind sie aber nicht. Wir sind überrascht. Aber so richtig lange dürfte es trotzdem nicht mehr dauern, und ich bin schon gespannt, wie sehr unsere Lebensqualität unter der neuen Verkehrsführung leiden wird. Denn wo heute 1.500 Autos pro Tag durchfahren, sollen es dann 11.000 sein.

Vielleicht muss ich in Zukunft, um Ruhe zu finden, einfach mehr Motorrad fahren?

Einen festen Programmpunkt für das Motorradjahr 2023 gibt es schon. Die Brüdertour soll im August stattfinden und nach Ost-Österreich führen. Vielleicht mit einem Abstecher nach Tschechien, wer weiß? Auch beim Fuhrpark wird es höchstwahrscheinlich eine Änderung geben. Da diese im alten Jahr zwar eingeleitet, aber nicht mehr vollzogen wurde, darf sie hier im Jahresrückblick auch nicht verraten werden.

Ihr würdet es sowieso nicht glauben.

27.10.2022

Ihr müsst das nicht lesen...

... es ist nur ein simpler Tagebucheintrag. Heute: 102 Kilometer bei 25 Grad Außentemperatur am 27. Oktober. Computerlogbuch - Ende.

13.10.2022

Sie haben ihr Ziel erreicht

1.000 Kilometer - so viel wollte ich mit der Enfield in diesem Jahr mindestens fahren. Hat geklappt. Kurz bevor die Inderin in den Winterschlaf versetzt wird, holte ich sie heute noch einmal aus der Garage und brach auf in Richtung Hassberge. Dort gibt es schmale, kurvige Straßen, wenige Orte und viel Landschaft. Ich fahre immer gerne mit den kleineren Maschinen aus meinem Fuhrpark dorthin. Und finde immer wieder neue Wege - auch ohne Navi. In den Hassbergen gibt es nämlich durchaus noch unbefestigte Ortsverbindungsstraßen, die man ganz legal befahren kann. Glaube ich jedenfalls... 
Beispiel Sailershausen. Der Ort ließ sich laut Generalkarte ausschließlich auf der kleinsten Straßenkategorie erreichen. Da wollte ich natürlich hin. Der schmale Wirtschaftsweg verwandelte sich ruckzuck in eine Schotterpiste durch den Wald. Ein wenig mulmig wurde mir spätestens, als ein Harvester, eine Baumerntemaschine, quer über den Weg stand. Ich fragte den Fahrer vorsichtshalber, ob ich noch richtig bin, was er mir bestätigte. Also weiter, bis tatsächlich die ersten Häuser auftauchten. Als ich das Dorf dann wieder verließ, konnte meine Überraschung nicht größer sein, denn die auswärts führende  Straße entpuppte sich als Bergrennstrecke mit perfekter Asphaltqualität. 
Den Regenschauer auf dem Rückweg durch den Steigerwald hätte ich zwar nicht gebraucht, aber trotzdem war das heute ein höchst zufriedenstellender Nachmittag. Jetzt darfst Du in den Winterschlaf gehen, kleine Enfield. Aber vorher sollte ich Dich vielleicht noch putzen. 

22.09.2022

Erdgas sparen, Benzin verfahren

Ganz schön frisch für September, findet ihr nicht auch? In der ungeheizten Wohnung trainieren wir schon Erdgas sparen für den Winter. Aber das macht keinen Spaß, also verheize ich lieber etwas Benzin und wärme mich am bollernden Zweizylinder. Ein freier Tag gab mir heute die Chance auf eine schöne 250-Kilometer-Tour durch Mittelfranken und Hohenlohe. Träumchen!

04.09.2022

Sonntags zum Glemseck

Das Motorradtreffen Glemseck 101 ist sicherlich nicht mehr das coole Hipster-Treffen, als das es einmal gestartet ist, aber trotzdem immer noch ein tolles Ziel für eine etwas größere Sonntagsrunde. Allein die schiere Zahl der Motorräder überwältigt einen schon - den ganzen Sprintrennen-Zinnober und die mittlerweile vollkommen weltfremdem Designs der internationalen Customizing-Hexenmeister brauche ich da gar nicht mehr.

Auf meinen Bildern findet ihr deshalb auch nicht den heißesten Scheiß aus Barcelona oder Gummirauch von der Viertelmeilen-Strecke, sondern Motorräder, die mir persönlich irgendetwas gegeben haben - sei es, weil ich eine eigene Beziehung zu ihnen hatte, oder weil es interessante Umbauten auf anderer als der üblichen Guzzi- oder 2V-Boxer-Basis waren, oder weil sie mir aus irgendeinem anderen Grund aufgefallen sind.

Eine Guzzi V7 850 und eine Enfield - ein schönes Pärchen. Wie sich später herausstellte, waren das wohl sogar Vater und Sohn.

Zwei sehr unterschiedliche BMW-Cafe-Racer. Die Ziegelsteine werden als Umbaubasis immer beliebter - wahrscheinlich sind die Zweiventiler schon alle umgebaut.

Norton Commando. Keine weiteren Worte nötig.

Harley Livewire. Tolles Design, gefällt mir richtig gut.

Sehr gelungener, fahrbar aussehender Boxer-Umbau.

Honda Hawks sind ultraselten - also warum soll man nicht aus der biederen NTV eine sportliche Straßenmaschine machen?

Aufwendiger TRX-Umbau, leider gefiel mir die Farbkombination so gar nicht.

Zwei schwarze XB's - hach ja...

Optisch etwas erleichterte BMW R 1200 R. Leider hat er für den hässlichen originalen Scheinwerfer auch keine Lösung gefunden.

Ducati GT 1000 und Moto Guzzi V50 - hatte ich beide schon in der Garage.

Und diese seltene Schönheit fuhr schon auf mancher Brüdertour mit.

Yamaha MT-03 - tolles und günstiges Spaßgerät.

Eine MZ gehört auf jedes Motorradtreffen.

Schöne V50. Große Guzzis umbauen kann schließlich jeder.

Das fette Eisenschwein Triumph Daytona 1200 hatte ein Freund von mir. War das erste moderne Big Bike, das ich fahren konnte. Eine Waffe.

MT-01 im Touren-Ornat. Recht so.

Die einzige Rohrrahmen-Buell, die ich gesehen habe. Waren früher auch mehr.

Honda NC 700 S!

Und X!

Wer aus einer Suzuki GN 250 einen so hübschen Scranbler basteln kann, der hat meinen vollen Respekt.


01.09.2022

Familienausflug in die Pfalz

Endlich mal wieder mit der besten Motorradfahrerin von allen in der Pfalz gewesen. Neben der Hin- und Rückfahrt zu dritt gab es auch noch eine kleine Pfälzer-Wald-Runde nur für die Erwachsenen. 

07.08.2022

Männerwochenende

Die Frau besucht eine Freundin, Vater und Sohn bleiben zu Hause. Logisch, dass an einem solchen Wochenende auch eine Motorradtour auf dem Plan steht. Diesmal mit der Enfield, die dieses Jahr noch nicht oft zum Einsatz gekommen ist. Zu den angepeilten "mindestens 1.000 Kilometern" fehlt noch ein bisschen. 
Aber das beste am Motorradfahren ist doch immer noch das Eis!